Besonderheit Wangels Erlenbruch

Ein Erlenbruch ist ein Bruch auf dem vorwiegend Erlen wachsen. Genau genommen steht Erlenbruch für einen Erlen-Bruchwald. Ein Bruch, Brook oder auch Brok ist ein permanent nasser, örtlich überstauter, langfristig gefluteter, sumpfiger Wald. Bruchwälder sind durch kürzere und ausgeprägtere Wasserstandsänderungen gekennzeichnet.

Der Begriff Bruchwald wird von der Landschaftsökologie und der Vegetationskunde recht eng beschrieben. Ein „echter“ und „natürlicher“ Bruchwald zeichnet sich durch folgende Besonderheiten aus:
  • Die Standorte sind dauerhaft nah am Grundwasser.
  • Schwankungen des Grundwasserspiegels knapp über dem Boden sind im Jahresverlauf in der Regel geringer als einen Meter.
  • Überschwemmungen finden vorwiegend im Frühling statt und können mehrere Monate anhalten.
  • Der Oberboden besteht aus einer mindestens 5 bis 30 Zentimeter mächtigen, vom Wald selbst erzeugten Torfschicht aus mehr oder weniger zersetztem Pflanzenmaterial.
Prägender Bestandteil des Kreises Ostholstein sind naturnahe Erlenbruchwälder. Sie bieten zahlreichen, seltenen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum und sind für den Biotop- und Artenschutz von überregionaler Bedeutung. Der Begriff Erlenbruch findet dabei oft Verwendung in der Bezeichnung von geographischen Objekten, wie beispielsweise der kleine Erlenbruch bei der Dorfschaft Wangels in Ostholstein im Landschaftsschutzgebiet Bungsberg mit Vorland.


Besonderheit Meeresgebiet der östlichen Kieler Bucht

Die bedeutendsten Teile des größten zusammenhängenden Flachwassergebietes der westlichen Ostsee um Fehmarn mit Vorkommen des Schweinswales und unter Einschluss des größten Ostseeriffs Schleswig-Holsteins mit ursprünglichen, artenreichen strömungsexponierten Steinriffen, die sich bis in die ausschließliche Wirtschaftszone erstrecken in seiner störungsfreien, natürlichen, dynamischen Entwicklung. Ebenfalls zu erhalten sind die extremen Umlagerungen und überwiegend freiliegenden Sande des Flügger Sandes mit vielgestaltigen Benthal unter anderem als Rastgebiet von Meeresenten.

 

Besonderheit Bachschluchten Steinbek

Erhalt wesentlicher Teile des über größere Strecken in markanten Bachschluchten verlaufenden Gewässersystems der Steinbek mit bachbegleitenden Au- und Feuchtwäldern und sich anschließenden naturnahen Laubmischwäldern frischer und meist basenreicher Standorte sowie der durch Offenland-bereiche verlaufenden Abschnitte als in seiner Gesamtheit repräsentativen naturraumtypischen Ökosystemkomplex und als Lebensraum insbesondere für das Bachneunauge.

Besonderheit Tal der Kükelühner Mühlenau

Erhaltung eines teilweise in schluchtartigem Geländeeinschnitt verlaufenden Baches mit morphologisch abschnittsweise ungestörtem Verlauf und mit im Mündungsbereich typischen Küstenlebensräumen sowie angrenzenden Waldflächen.

Besonderheit Strandseen der Hohwachter Bucht

Erhaltung weitgehend strukturell und funktionell intakter und dynamischer Strandsee- und Strandseeniederungssysteme unterschiedlicher biologischer und hydrologischer Ausprägungen, Zonierungen und Entwicklungsstadien im Verbund mit der jeweils angrenzenden Küsten- und Dünenlandschaft. Dazu gehört die Erhaltung funktionierender, naturnaher ökologischer Austausch- und Wechselbeziehungen zur Ostsee, zu einmündenden Fließgewässern und zu Dünen- und Brackwasserformationen.

Besonderheit Weißenhäuser Brök

Schutz eines für die schleswigholsteinische Ostseeküste einmaligen Dünenkomplexes mit zahlreichen und teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierarten

Besonderheit Weseeker See

Erhalt eines ehemals mit der Ostsee in Verbindung stehenden und heute künstlich entwässerten Flachsees mit angrenzenden Verlandungsbereichen und im Übergang zum Oldenburger Graben teilweise extensiv genutzten, teilweise der Eigenentwicklung überlassenen Grünländereien